Die Finanzmärkte haben zuletzt ein deutliches Signal erhalten: Der Zinsgipfel scheint erreicht. Die Inflation in der Euro-Zone ist im Dezember auf 2,0 Prozent gesunken – exakt auf das Ziel der Europäischen Zentralbank (EZB). Noch im November lag die Teuerungsrate bei 2,1 Prozent. Besonders deutlich zeigte sich der Rückgang in Deutschland, wo die Inflation von 2,6 auf 2,0 Prozent fiel.
Für viele Ökonomen ist klar: Sinkende Energiepreise könnten dazu führen, dass die Inflation im Frühjahr kurzfristig sogar unter die Zielmarke fällt. Wichtig ist dabei die Einordnung: Diese Entwicklung deutet nicht auf einen dauerhaften Trend hin, sondern auf zeitlich begrenzte, kurzfristige Effekte.
Die überraschend niedrigen Inflationsdaten aus Deutschland haben Spekulationen über weitere Zinserhöhungen schlagartig beendet. Stattdessen rechnen viele Marktteilnehmer nun mit kurzfristigen Zinssenkungen – nicht jedoch mit einer langfristigen Rückkehr zu Niedrigzinsen.
Kurz gesagt: Die Märkte stellen sich auf vorübergehend günstigere Finanzierungsbedingungen ein.
Der Einkaufsmanagerindex für die Euro-Zone liegt mit 51,5 Punkten zwar im Wachstumsbereich, fiel jedoch schwächer aus als erwartet. Das spricht eher für kurzfristige geldpolitische Lockerungen als für einen langfristigen Kurswechsel.
Innerhalb der EZB gehen die Meinungen auseinander. Klar ist jedoch: Sollten Zinssenkungen erfolgen, dann maßvoll, vorsichtig und zeitlich begrenzt.
Viele Experten erwarten einen weiteren kurzfristigen Rückgang der Inflation, teils bis auf 1,6 Prozent, bevor sie sich im Jahresverlauf wieder der Zwei-Prozent-Marke annähert. Steigende Löhne im Dienstleistungssektor sorgen weiterhin für Preisdruck.
Entsprechend gelten mögliche Zinssenkungen als taktische Anpassungen – nicht als dauerhafter Richtungswechsel.
Das aktuelle Zinsumfeld bietet Chancen – aber voraussichtlich nur für begrenzte Zeit. Wer kurzfristige Zinssenkungen strategisch nutzt, kann sich Vorteile sichern, bevor sich das Zinsniveau wieder stabilisiert.
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Herzliche Grüße
Alexander Brossard
Quelle: Handelsblatt und Crestfinanz
Viele Immobilienkäufer hoffen noch immer auf eines: sinkende Zinsen. Doch die Realität sieht aktuell anders aus. Für das Jahr 2026 gehen zahlreiche Marktbeobachter davon aus, dass die Bauzinsen weiter steigen oder zumindest auf erhöhtem Niveau bleiben. Für Kaufinteressenten bedeutet das: Jetzt ist Handeln wichtiger denn je.
Nach den starken Zinserhöhungen der letzten Jahre haben sich die Bauzinsen zwar kurzfristig stabilisiert, eine echte Entlastung ist jedoch nicht in Sicht. Banken kalkulieren langfristig – und genau diese langfristigen Erwartungen zeigen aktuell eher nach oben als nach unten.
Die Entwicklung der Bauzinsen hängt von mehreren Faktoren ab. Aktuell sprechen vor allem diese Punkte dafür, dass die Zinsen weiter steigen können bzw. hoch bleiben:
Niemand kann den exakten Zinsverlauf vorhersagen. Aber: Für 2026 spricht vieles dafür, dass die Zinsen eher steigen als fallen. Wer sich frühzeitig informiert, verschafft sich Planungssicherheit und vermeidet unnötige Mehrkosten.
Quelle: Marktberichte und Experteneinschätzungen, u. a. Berliner Morgenpost, Artikel „Baufinanzierung 2026: Neuer Trend zwingt Käufer zum Umdenken“, veröffentlicht am 04.01.2026.